Deckenpfronn

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  • Irgendwie war es vielleicht auch einfach nur authentisch wie bei der Legende des Martin von Tours. Es war in einer sehr kalten Nacht. Der römische Soldat Martin ritt auf seinem Pferde an einen vor Kälte zitternden Bettler heran. Der arme Mann saß im Schnee und hatte keine warme Kleidung. Der Bettler sah zu Martin auf und flehte um Hilfe. Voll von Mitleid teilte Sankt Martin mit seinem Schwert seinen wärmenden Umhang. Die eine Hälfte überließ Martin dem armen frierenden Mann und rettete ihn damit vor dem Tod. Als der Bettler sich bedanken wollte, ritt Martin mit seinem Teil des Umhangs davon.

  • Am vergangenen Freitag verwandelte sich die Gemeindehalle in eine „Spielhalle“ – aber nicht um Geld wurde gespielt, sondern einfach nur des Spielens Willen. Ausprobieren durften ca. 50 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren „virtuelle“ und „reale“ Spiele. So waren 5 Pavillons aufgebaut, unter denen sich die Freunde der Videokonsolen tummelten. Playstation, Wii oder PC – es wurden dabei hauptsächlich sportliche Wettkämpfe am Bildschirm ausgetragen, wie Fußball, Boxen oder Bogenschießen. Dazu gesellten sich eine ganze Reihe realer Spielmöglichkeiten. Getränkekisten wurden gestapelt und hinaufgeklettert bis zum Hallendach, in dicken Anzügen wurden die Kinder zu Sumo-Ringern und mussten den Gegner zu Boden befördern. Beim Gaga-Ball muss man in einem Sechseck versuchen, dem Ball auszuweichen. Wer getroffen wird, scheidet aus. Es wurde Tischtennis gespielt, mit Klötzen Türme gebaut und Dart gespielt. Auch wenn die Videospiele einen besonderen Reiz ausüben, war sich die Mehrheit der Kinder einig, die echten körperlichen oder koordinativen Herausforderungen waren spannender. Deshalb war auch die diesjährige Spieleconvention, organisiert von den Jugendreferaten Deckenpfronn, Jettingen, Bondorf, Mötzingen und Gäufelden ein großer Erfolg.

  • Unser Dorf wäre nicht evangelisch geworden, hätte der Landesherr Herzog Ulrich von Württemberg dies nicht befohlen. Das wäre heute undenkbar und würde als Freiheitsberaubung gelten, doch vor 500 Jahren war das selbstverständlich und vom „gemeinen Volk“ hingenommen. „‚S isch halt a andere Zeit“, so haben pietistische Bürger unseres Ortes nach 1933 gesagt. Und so wird es wohl damals auch gewesen sein. Es gab ja so gut wie kein Buch, von wegen Radio oder Fernsehen, Telefon oder Smartphone, alles völlig unbekannt. Denn auch die Menschen unserer Gemeinde mussten ihre geistige und seelische Nahrung fast ausschließlich aus den Worten des Pfarrers und den kirchlichen Ritualen beziehen. Deshalb gab es an der Nikolauskirche gleich 3 Altäre und 3 Pfarrer, die diese Aufgabe zu erfüllen suchten.

  • Viele Jahre lang war das Herbst- und Weinfest des Deckenpfronner Musikvereins das Herbst-Highlight im Deckenpfronner Veranstaltungskalender. Regelmäßig war die Halle ausverkauft. Als in den letzten Jahren dann aber die Feste immer mehr wurden; in Deckenpfronn, aber auch in der Umgebung fast wöchentlich ein Event stattfand, das dem Musikvereinsfest zumindest ähnelte, hatte der Musikverein zu kämpfen. Die Besucherzahlen wurden weniger. Der große Aufwand mit Hallendekoration und vielen Helfern rechnete sich nicht mehr. Es wurde die Idee der „Wasenparty“ geboren.

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